Farbe & Atmosphäre · 3 Min. Lesezeit

Greife Farben deiner Wanddekoration auf, ohne alles genau abzustimmen. Praktische Methode zu Hauptfarbe, Akzenten und Wiederholungen.

Wandbild - Dance of the rainbow
Ein Motiv aus unserer Kollektion: Wandbild - Dance of the rainbow ↗

Wanddekoration kann einzelne Farben einer Einrichtung miteinander verbinden. Das bedeutet nicht, dass jede Farbe des Kunstwerks in Kissen, Vasen und Möbeln wiederkehren muss. Häufig wirken begrenzte Wiederholungen stärker: eine klare Farbverbindung und gegebenenfalls ein zweiter kleiner Akzent.

Entscheide zuerst, welche Farbe wichtig genug für eine Wiederholung ist

Betrachte das Kunstwerk und ordne seine Farben nach Bedeutung. Welcher Ton nimmt viel Fläche ein? Welche Farbe fällt auf, weil sie klein, aber kontrastreich ist? Nicht jede sichtbare Farbe verdient dieselbe Rolle im Raum.

Wähle anschließend eine bereits vorhandene Farbe oder eine, die sich leicht mit einem vorhandenen Element verbinden lässt. Das kann die Farbe eines Sessels, Teppichs, Vorhangs oder einer Lampe sein. So entsteht Zusammenhang, ohne dass der Raum um eine genaue Farbübereinstimmung gestaltet erscheint.

Beispiel: ein abstraktes Werk in Blau, Braun und Beige

Beispiel, keine feste Vorgabe: Angenommen, ein abstraktes Wandbild enthält überwiegend Blau und kleinere Bereiche in Braun und Beige. Der Raum hat ein beiges Sofa, einen Holzboden und ansonsten wenig Blau. Es gibt drei mögliche Wege. Erstens: Beige verbindet sich bereits von selbst mit dem Sofa; du ergänzt nichts. Zweitens: Du greifst Blau einmal in einem vorhandenen oder zukünftigen kleinen Textilelement auf. Drittens: Du nutzt Braun als Verbindung zum Holzboden und lässt Blau ausschließlich im Wandbild vorkommen. Alle drei können sinnvoll sein. Der Unterschied liegt in der Betonung, die du dem Kunstwerk geben möchtest.

Wiederhole Farbe in unterschiedlichen Größen

Ist eine Farbe im Kunstwerk großflächig vorhanden, muss sie anderswo nicht erneut groß vorkommen. Ein kleines Element kann bereits ausreichend Bezug schaffen. Umgekehrt kann eine kleine Akzentfarbe im Kunstwerk gut zu einem größeren vorhandenen Möbel derselben Farbfamilie passen.

Typischer Fehler: genaue Farbübereinstimmungen suchen

Ein häufiger Fehler ist, genau denselben Blau-, Grün- oder Beigeton wiederfinden zu wollen. Bildschirmdarstellung, Material und Licht machen solche genauen Übereinstimmungen unsicher. Korrigiere das, indem du mit einer Farbfamilie statt einem genauen digitalen Farbton arbeitest. Dunkelblau muss nicht identisch mit dem Blau im Wandbild sein, um eine Verbindung zu schaffen.

Ein zweiter Fehler sind zu viele Wiederholungen. Kehren drei oder vier Farben des Kunstwerks überall wieder, verliert das Bild seine eigene Rolle.

Checkliste

  • Ordne die Farben nach großem bis kleinem Anteil.
  • Wähle höchstens eine oder zwei Farben für Verbindungen an anderer Stelle.
  • Prüfe die bereits vorhandenen Farben im Raum.
  • Arbeite mit Farbfamilien statt genauen digitalen Übereinstimmungen.
  • Wiederhole eine großflächige Kunstfarbe gegebenenfalls in kleinem Maßstab.
  • Lasse manche Akzentfarben ausschließlich im Kunstwerk vorkommen.
  • Beurteile die Gesamtverbindung unter dem üblichen Raumlicht.
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